News 23.11.2009
Lebenshilfe für den kleinen Mops:
Behinderte Menschen helfen Fledermäusen

 
Bamberg. Flink und sanft fliegt etwas kaum spürbar über die Köpfe der abendlichen Spaziergänger hinweg - zu groß für ein Insekt, eindeutig auch kein Vogel. Fledermäuse, verschrien als blutrünstige Vampire, doch hierzulande vollkommen ungefährlich, huschen durch die Dämmerung. Gehörten die einheimischen Mopsfledermäuse, von Schützern liebevoll „kleine Möpse“ genannt, in den 60er Jahren noch zum heimatlichen Inventar, sind sie heute kaum noch zu finden. Aus diesem Grund hat es sich die Lebenshilfe Bamberg zur Aufgabe gemacht, passende „Mopsnistkästen“ zu entwerfen. Mit Bitumenbahnen der heimischen Vedag GmbH werden jetzt in der „Werkstatt für Behinderte Menschen“ in Bamberg kleine Niststätten gebaut.  
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TV-Tipp für MORGEN: PRO7-Galileo berichtet über Putenmast

Das ProSieben-Wissenschaftsmagazin Galileo wird MORGEN einen TV-Bericht zum Thema Putenmast ausstrahlen. Der Beitrag wurde aufgrund schockierender Bilder erstellt, die dem TV-Sender vom Deutschen Tierschutzbüro zur Verfügung gestellt worden sind. Die beklemmenden, erschreckenden Bilder kommen nur selten an die Öffentlichkeit. Aktivisten des Tierschutzbüros gelang es jedoch, undercover Videomaterial zu erstellen, das die Wahrheit über die Produktion von Putenfleisch in Deutschland schonungslos aufdeckt.

Aktueller TV-Tipp:
MORGEN, Donnerstag, den 19.11.2009, berichtet das Pro7-Wissenschaftsmagazin Galileo ab 19:10 Uhr über das Thema Putenmast.
Mehr Informationen zur Sendung finden Sie auf den Internetseiten von Pro7 unter http://www.prosieben.de/wissen/galileo/ .

Vorankündigung: Ab 07.12.2009 bieten das Deutsche Tierschutzbüro und der Bund gegen den Missbrauch der Tiere e.V. eine Videodokumentation mit dem Titel „Putenalltag – zu Tode gemästet“ an. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit, die Dokumentation schon jetzt zu bestellen, finden Sie hier:
http://shop.tierschutzvideos.de/Videodokumentationen/Putenalltag-Zu-Tode-gemaestet::30.html

Puten werden in Intensivhaltung gemästet, das bedeutet: Auf engstem Raum werden möglichst viele Tiere zusammengedrängt, die in möglichst kurzer Zeit zur Schlachtreife gemästet werden. In Deutschland gibt es keine gesetzliche Haltungsverordnung oder gesetzlich verbindliche Richtlinien. Dies wirkt sich vor allem auf die so genannte Besatzdichte der Tiere aus. Um eine Gewichtszunahme noch zu beschleunigen und die Sterberate während der Mast so gering wie möglich zu halten, werden die Tiere vorbeugend mit Antibiotika behandelt. Die prophylaktische Behandlung eines ganzen Tierbestandes ist in Deutschland zwar verboten. Doch durch den Trick der therapeutischen Behandlung wird der gesamte Tierbestand meist schon vom ersten Tag an mit Medikamenten im wahrsten Sinn des Wortes vollgestopft, dies belegen die Undercover-Aufnahmen des Deutschen Tierschutzbüros
 

Illegalen Tiertransport gestoppt

PASSAU. Die Schleierfahnder kontrollierten am Montag, 16.11.2009, gegen 13.00 Uhr, auf der A 3 an der Rastanlage Donautal-Ost einen Kleintransporter aus Mittelfranken. In dem als Tiertransporter umgebauten Fahrzeug beförderte der 46jährige Pferdehändler zwei Esel und vier Hundewelpen.

Geflügelkäfig mit eingesperrten Hunden

Ein Esel stand hinter einer provisorisch aufgebauten Bretterwand. Der zweite Esel stand dahinter, ungesichert zwischen einer Kreissäge und anderen Gegenständen.

Die erst achtwöchigen Hundewelpen befanden sich völlig verdreckt und nass in einer viel zu kleinen Geflügeltransportkiste. Für die Tiere standen weder Futter noch Wasser bereit. Bei der Kontrolle legte der Pferdehändler für die Esel rumänische Impfbescheinigungen vor, die er angeblich beim Kauf in Rumänien erhielt.

Die Zweifel der Beamten, dass weder die vorgelegten Papiere noch der Gesundheitszustand der Tiere in Ordnung sind, wurden vom verständigten Amtstierarzt des Veterinäramtes Passau bestätigt. Die Begutachtung der Papiere und Untersuchung der Tiere ergab, dass die Esel nicht zu den vorgelegten Bescheinigungen gehörten. Die Hundewelpen waren krank und unterkühlt und somit nicht transportfähig.

ungesicherter Esel neben einer Kreissägeungesicherter Esel hinter BretterwandDie Tiere wurden aus ihrer misslichen Lage befreit und auf Anordnung des Veterinäramtes in das Tierheim Wollaberg gebracht. Der Viehhändler wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Das Veterinäramt übernahm die weitere Verfolgung der Verstöße nach dem Tierschutz- und Tierseuchengesetz.

 


Unser Tierheim Ahlum
ist mal wieder vom Fernsehen besucht worden und es wurden mehrere Tiere zur Vermittlung vorgestellt.
zu sehen am Mittwoch, den 18.11.2009 MDR Sachsen-Anhalt um 19.50 Uhr

 

Dominikanische Republik

Ein Paradies, aber wer will schon arbeiten in einem Paradies.

Es ist ca 10 Jahre her als wir das erste Mal einen Traumurlaub in die Karibik planten und umsetzten. Als Ziel wählten wir die Dominikanische Republik und dort den schönen Bavaro Beach bei Punta Cana. Es war einer der schönsten Urlaube die wir bis dahin jemals gemacht haben. Es herrschte eine ganz besondere Stimmung bei allen die uns im Hotel umgaben. Eine Stimmung die sich sofort übertrug und einen selbst in Schwingung versetzte. Das Wetter, das Land, das Karibische Meer und die Leute vor Ort, eine perfekte Mischung die einen innerlich befreite und dadurch zur vollständigen Erholung beitrug.
Schon damals wurde man darauf hingewiesen, dass die Dominikanische Republik nicht zu den reichen Ländern dieser Welt zähle und vieles im argen liege, aber die Lebensfreude der Menschen war echt und kam von Herzen, denn nur so kann sie sich übertragen. Nur so.

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Recht: Natur ohne Jagd

... Tierschützer wehren sich gegen Zwangsbejagung ...
Verwaltungsgericht Würzburg weist Klagen ab - Mehrheit der Richter ist Jäger -

Müssen Tierschützer dulden, dass ihre privaten Grundstücke von Hobbyjägern

bejagt werden? Nach Ansicht dieses Gerichtes: JA

Mann soll es nicht glauben, aber diese Jäger, pardon, Richter, haben das so entschieden!
Es ist ein Skandal erster Klasse!!!
Was bilden sich solche ’Herren’ eigentlich ein???

Dieser Artikel, der im Verlag  brennglas erschienen ist, ist hoch interessant.
Sie, verehrte Leser können den ganzen Artikel unter:
http://www.zwangsbejagung-ade.de/urteilimnamenderjaeger/index.html

 

SOS SOS Wichtig an alle!!!!!!!!!!

100.000 Katzen und Hunde sollen für die Europa-Weltmeisterschaft ermordet werden!!!

Massenmord für die
Fußball-Europameisterschaft 2012

100.000 Katzen und Hunde werden in der Großstadt Kiew in der Ukraine (1056 Kilometer v. Wien entfernt) getötet.
Hunde Katzen haben kein Dach über den Kopf. Deshalb lässt die Verwaltung alle besitzerlosen ermorden. Die Vorgehensweise ist herzlos, Beamte überfahren gezielt Tiere sammeln diese ein um sie dann brutal zu töten!

Sie haben kaum zu fressen auf den Straßen, kein Zuhause + jetzt sollen sie auch noch qualvoll getötet werden. Anlass ist die 2012 in der Ukraine stattfindende Fußball Europameisterschaft. Die Städte sollen gereinigt und poliert werden.
Selbst Promis sind entsetzt und unterstützen diese wichtige Petition. Diese geht nur noch bis diese Woche also bitte leitet es weiter an Freunde, Familien, Foren, Tierschutzverteiler bitte jetzt und heute!!!
Letztes Jahr verfolgte ich die Massenvernichtung in der Türkei. Die Hunde wurden in tiefe Gräben geschmissen; Säure drüber gekippt und mit einem Bagger zugeschaufelt - lebendig begraben und heute noch lebendig in den Müllpressen zusammengepresst!!
All unsere Schreiben, Hilferufe für diese armen Geschöpfe brachten keinen Erfolg, mit vermitteln war da gar nichts, es wurden nur eine Handvoll Tiere gerettet. Rumänien, Moskau, Serbien, Ukraine, Türkei, Mexico - überall Massaker. Ich gab tierschutz-kiev ein + fand diese Petition + bin geschockt, mein Herz blutet, wie sollen diese wenigen Tierschützer meist nur eine Handvoll dieser Lage Herr werden???
Wie halten diese das nur aus /durch? Ich bin schon traumatisiert wenn ich davon nur höre, lese. Jede Minute denke ich an die Tiere und die wenigen Tierschützer, wie sie sich bemühen hilflosen unschuldigen Tieren zu helfen!!
Wenn ich bedenke kein Futter, keine Hundehütten für alle, Medikamente fehlen, Baumaterial um alles winterfest zu bekommen, die stressigen Fahrten, Hundevermittlungen, Spenden sammeln; Spritgeld, Pässe, Chips, HP, usw.
Leute wir müssen hier die Tierschützer mit unterstützen, denn die Säuberungen haben schon angefangen, ich kann kein Tier auf der Strasse ertragen. Im TV zeigte man die Hundeschlachter v. Kiev lebendig gehäutet, wegen der Felle, diese Angst +Schmerzschreie werde ich niemals mehr los!!!!

100.000 Katzen und Hunde sollen für die Europa-Weltmeisterschaft ermordet werden!!!

BITTE HELFT!!! Es kostet euch nur 2 Minuten eurer Zeit!!!!

http://www.heute.at/news/welt/tierleid./Petition-gegen-Tiermorde-Ueber-8-000-Unterschriften;art414,141399

Ulrike Bauer

 

am Montag den 09.11. und am Mittwoch den 12.11.09 ist ein Kamerateam des MDR bei uns im Tierheim in Ahlum zu Dreharbeiten für die Sendung "tierisch-tierisch". Es werden Hunde und Katzen vorgestellt, die zur Zeit in unserem Tierheim in Ahlum gepflegt werden. 

Am Montag, den 09.11.09 ist ab Mittag die Sängerin Uta Bresan, die die Tiere in Ihrer Sendung vorstellt, zu den Dreharbeiten bei uns im Tierheim mit dabei. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die  Chance nutzen könnten, um mit Frau Bresan in unserem Tierheim ein paar Bilder zu machen und lade Sie daher ganz herzlich ein, bei uns vorbei zu kommen. Unser Tierheim ist in Ahlum, Im Winke4l 51.

 

Der weiße Hai
... vom Aussterben bedroht? ...
Normalerweise ist der weiße Hai ein Einzelgänger, aber inzwischen haben britische Forscher herausgefunden, dass das nicht immer so ist.
Forscher der Universität Stanford verfolgten über acht Jahre lang die Wege von ca. 100 Haien mit Hilfe elektronischer Sender und den Tieren entnommener Gewebeproben. In der jüngsten Ausgabe der britischen Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society B" haben die Wissenschaftler nun neue Erkenntnisse über das "Privatleben" des Weißen Hais veröffentlicht.
Dabei handelt es sich bei den jetzt erforschten Tieren um eine dritte Population, die im Ostatlantik lebt.
Ging man bisher davon aus, dass es nur vor Südafrika und zwischen Australien und Neuseeland Populationen des weißen Hais gibt, wurden diese Angehörigen einer ganz eigenen Population erst vor einigen Jahren entdeckt.

Zwischen August und Dezember suchen die Tiere, die bis zu sechs Meter lang und drei Tonnen schwer werden können, vor der Küste Kaliforniens nach ihrer Beute, die vor allem aus Robben und Seelöwen besteht.
Ab Januar  machen sie sich auf den 4000 Kilometer langen Weg gen Westen vor die Küste Hawaiis, wo sie von April bis Juli in großer Zahl zu finden sind. Die meisten von ihnen unterbrechen aber ihre Reise – etwa auf der Hälfte der Strecke. In diesem Gebiet, das zwischen Mexiko und Hawaii liegt und dem die Forscher den launigen Namen "Café zum Weißen Hai" gegeben haben, finden sich ganze Gruppen von Männchen zusammen und sobald ein Hai-Weibchen dazu kommt, so  vermuten die Forscher, daß dann tief im Meer das Liebesleben erblüht.

Nach Angaben der internationalen Umweltschutzorganisation ICUN sind fast ein Drittel aller im offenen Meer lebenden Haiarten, unter ihnen die Weißen Haie (Carcharodon carcharias) und die Hammerhaie, infolge der Überfischung vom Aussterben bedroht. In den vergangenen zehn Jahren ist der Bestand dieser Tiere um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Während bislang angenommen wurde, die Weißen Haie würden ohne festes Ziel die Ozeane auf der Suche nach Nahrung durchqueren, folgt die im Ostpazifik untersuchte Population festen Routen und auch festen Zeitplänen! 

’Knutschi’
... der Grund für Tod des Elches bleibt ungeklärt ...
Über den Tod des Elchbullen berichteten wir vor einiger Zeit und das man den Grund für den Tod untersuchen wollte. Aber die Ursache für den Tod des Elchbullen ’Knutschi’ bleibt ungeklärt. Abschließende Untersuchungen an der Universität Gießen erbrachten kein eindeutiges Ergebnis!
So ist man weiterhin auf Vermutungen angewiesen. Manfred Reinacher vom Institut für Veterinärpathologie meinte dazu, dass eventuell Stress nach der Narkose zu einer Degeneration der Muskelfasern und zum Tod geführt haben, es wäre aber auch möglich, dass eine Virusinfektion der Grund gewesen sei. Die Pathologen hätten allerdings nur wenige degenerierte Fasern gefunden, betonte Reinacher und damit könne der Grund mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden. Allerdings hätten die Tiermediziner blutige Schwellungen am Gaumen und an den Stimmbändern entdeckt, was zu einer Behinderung der Atmung und damit ebenfalls zum Tod geführt haben könnte.
Der Elch war Anfang Oktober tot im hessischen Reinhardswald aufgefunden worden, davor war er wochenlang durch mehrere Bundesländer gewandert. Als sich der Elch der vielbefahrenen Autobahn A 7 näherte und ein schwerer Unfall zu befürchten war, schoß ein Tierarzt eine Betäubungsspritze auf den Elch ab, der  anschließend im Reinhardswald wieder freigelassen wurde.

 

Frösche in Hessen
...  vom Aussterben bedroht ...

Nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) sind die Lebensräume der Amphibien in den vergangenen Jahren immer mehr zurückgegangen, die Bestände drastisch gesunken. Die Zahl der Laubfrösche in Hessen habe sich in den vergangenen zehn Jahren um 15 Prozent reduziert, sagte der hessische NABU-Sprecher Berthold Langenhorst in Wetzlar.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderte die neue Bundesregierung auf, das im Koalitionsvertrag vereinbarte Vernetzungsprogramm zum Schutz von Wildtieren zügig umzusetzen.

Konkrete Zahlen gebe es nur für den Laubfrosch, doch die anderen Froscharten in Hessen seien ähnlich stark betroffen, sagte Langenhorst. Der Springfrosch beispielsweise nehme in Hessen einen Spitzenplatz auf der Roten Liste gefährdeter Amphibien ein.
Besonders schlecht gehe es den Fröschen in den stark besiedelten Gegenden wie z.B. dem Taunus oder dem Rhein-Main-Gebiet. Weniger dramatisch gestalte sich der Rückgang der Amphibien im Westerwald oder im Vogelsberg, da die Lebensräume der Tiere dort weniger für landwirtschaftliche Zwecke genutzt würden.

Heidrun Heidecke,  die Leiterin der Naturschutzpolitik beim BUND,  sieht den Hauptgrund für die Bedrohung der Frösche in der Landschaftszerschneidung: ’Die Tiere finden nur noch selten Orte, wo sie ihre Eier ablegen können’. Da der Mensch aus Angst vor Hochwassern die Flüsse begradige und z.T. auch noch Eindeiche, verschwinden die Auengewässer, die bei den Fröschen ein beliebter Laichplatz sind Dadurch wird die Dynamik der Gewässers unterbrochen, der Fluss kann sich keinen neuen Arm mehr suchen und somit entstehen auch keine neuen Tümpel oder Seen mehr, betonte Frau Heidecke. weiteres Verhängnis entsteht dem Frosch durch seinen eigenen Lebensrhythmus Von den Laichplätzen wechselten die Tiere in ihre Sommerquartiere, mit Beginn der kalten Jahreszeit wanderten sie in den Wald, wo sie den Winter verbringen. Um dann mit Beginn des Frühjahrs  wieder zu ihren Laichgewässern zu wandern, fügte FrauHeidecke hinzu. Bei diesen Wanderungen müssten die Tiere meist Straßen überqueren, was ein Großteil deswegen nicht überlebe, weil es immer noch zu wenig Froschtunnel durch die Straßen gebe. Das sind spezielle Amphibienschutzanlagen, die Frösche und Kröten durch Anbringung von Schutzgittern, die sie nicht überwinden können, seitlich der Straßenränder entlang führten und sie durch eine Tunnelpassage leiteten.

Diese Tunnel herzustellen ist gar kein großer Aufwand – es muß lediglich die Straßendecke ausgeschnitten werden, um einen Tunnel anzulegen, der dann mit einem Metallgitter abgedeckt wird, oder aber es wird unter der Straßendecke eine Tonröhre verlegt, durch die die Tiere dann gefahrlos auf die andere Seite gelangen können.

Da das aber viel zu selten der Fall ist, haben sich freiwillige Helfer eingesetzt, die an den entsprechenden Straßenrändern Barrieren anlegen und die Tiere einsammeln um sie dann auf die andere Fahrbahnseite bringen.

Die Bundesregierung sei aufgefordert, das in den Koalitionsvertrag aufgenommene ’Bundesprogramm Wiedervernetzung’ zum Schutz von Wildtieren zügig umzusetzen.
Immerhin gäbe es für Menschen ja auch Autobahnbrücken, betonte Frau Heidecke. Zwar brauchen wir  für die Tiere keine Brücken, sondern überall dort, wo Frösche und Kröten die Straßen passieren müssen, entsprechende Tunnel!

 

Die Gemälde muten abstrakt an:

... Im Krefelder Zoo greift ein Orang-Utan zum Pinsel ...

Rostbraune Streifen ziehen sich über eine Leinwand, ein anderes Bild ist in satten Blautönen gehalten und im Zentrum klebt übermalte Holzwolle, die dem Bild ein dreidimensionales Format verleiht.
Seit Oktober greift das Orang-Utan-Männchen Barito nach Angaben des Krefelder Zoos zu Farbe und Pinsel. Seine Bilder sollen nun im Internet verkauft werden. Mit den Erlösen will der Zoo den Bau eines rund eine Million Euro teuren Gorilla-Außengeheges finanzieren.

Die in Krefeld eigens für die Tierbeschäftigung angestellte Mitarbeiterin Christine Peter hat in ihrer beruflichen Laufbahn schon mit mehreren Orang-Utans gemalt, wie sie erzählte. Allerdings seien das alles Weibchen gewesen. Barito ist nun das erste Männchen, das bei ihr das Malen gelernt hat. Zuschauen können die Besucher dem zehn Jahre alten Affen bei seinem neuesten Hobby allerdings nicht. Er malt in seinem Rückzugsraum, den man von außen nicht einsehen kann, sagte Frau Peter.

Ihn dort aufzusuchen, sei für Besucher nicht möglich, unter Umständen wäre das sogar gefährlich, denn Barito sei gerade in der Pubertät und daher sehr launisch, außerdem verhalte er sich beim Malen nicht gerade zimperlich, denn wenn Barito sich künstlerisch austobe, geht da auch schon mal die Staffelei der Leinwand zu Bruch. ’Er ist halt ein junger Wilder’, sagt sie und lacht.

Durch eine Zoobesucherin wurde Frau Peter nach eigenen Angaben einst auf die besondere Art der Affen-Beschäftigung aufmerksam gemacht. Diese Besucherin hatte im Affenhaus gezeichnet und dabei beobachtet, dass ein Orang-Utan-Weibchen ihre Bewegungen mit einem Stock nachahmte.
Der Eindruck, dass das Tier sich selbst gerne einmal künstlerisch betätigen wolle, habe sich dann bestätigt. Grundsätzlich hätten in verschiedenen Ländern immer mal wieder Affen gemalt, sagt Frau Peter.

Bedenken gegenüber der Authentizität der ’Affenkunst’ tritt der Zoo mit einem so genannten ’Echtheitszertifikat’ entgegen. ’Das wird von unserem Zoodirektor unterschrieben’, betonte Frau Peter. Alle Werke werden von dem Düsseldorfer Kunstvermittler Heinz Hachel eingescannt und sind somit auf der Internethomepage www.affenbrut.de  für potenzielle Käufer einsehbar. Zwischen 120 und 160 Euro kostet so ein Bild, auch sind da noch Werke von Baritos Artgenossinnen, dem inzwischen leider verstorbenen Orang-Utan-Weibchen Sita und der inzwischen im Kölner Zoo lebenden Affendame Tilda zu erwerben.

Kunstvermittler Hachel sieht die Affenbilder nach eigenen Angaben nicht als ‚Kunst im eigentlichen Sinne’, sondern vielmehr als das Ausleben einer ’rudimentären ästhetischen Kompetenz’ an.
Unter den Käufern seien viele Affenliebhaber, aber auch Unterstützer des Zoos, erzählt er. Auch der eine oder andere menschliche Künstler habe der tierischen Konkurrenz bereits seinen Respekt gezollt.
Derzeit hat Hachel nach eigenen Angaben rund 40 Affenbilder im Angebot.

Damit es für ihn spannend bleibt, bekommt Barito aber nur alle zwei Wochen die Malutensilien angeboten und zwar für  rund 45 Minuten. Das Zeichnen beruhige die Affen und entreiße sie ihrem Zooalltag.

Barito benutzt nach Angaben von Frau Peter gerne seinen behaarten Unterarm als Pinsel. Diesen schmiere er ganz mit den selbst ausgewählten Farben ein: ’Seine Lieblingsfarbe ist Rot’, das erinnert ihn vermutlich an Gemüse und Früchte.
Weil die Affen die Farben immer auch gerne in den Mund nähmen, verwende der Zoo grundsätzlich ungiftige Fingerfarben.

Artenschutz-Referent James Brückner vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn sieht die Malstunden eher skeptisch. ’Zwar ist es grundsätzlich zu begrüßen, dass die Tiere beschäftigt werden’, sagt er,  aber bei dieser Beschäftigung handele es sich, seiner Meinung nach, weniger um eine artgerechte  Beschäftigung der Affen, sondern eher um eine ’Vermenschlichung’. 
Dieser Meinung kann ich mich nicht allerdings nicht anschließen, denn, wenn diese Tiere daran keinen Spaß hätten, würden sie es nicht machen! Sie können auch keinem Hund beibringen, Stöckchen zu holen, wenn er keine Lust daran hätte! Genauso wenig, wie sie es einer Katze abgewöhnen könnten, eine Maus oder einen Vogel zu jagen!
Man hat ja schon oft genug davon gehört, bzw. im Fernsehen mitverfolgen können, welche Fähigkeiten diese Tiere entwickeln können – ohne, dass es ihnen vorgemacht wurde!!!
Daß es sich bei den malenden Affen aus Krefeld – zumindest hier in Deutschland – um eine Ausnahme handelt, liegt vermutlich daran, dass die anderen Zoos nicht über das erforderliche Personal verfügen, bzw. die Tierpfleger überlastet sind. Aus den USA habe ich schon des Öfteren über malende Affen gehört.
Wie dem auch sei, für den Krefelder Zoo lohnt sich jedenfalls die Investition in die künstlerische Ader ihrer Orang-Utans. Für das neue Gorilla-Außengehege sind laut Herrn Hachel bereits 7000 Euro zusammengekommen

 

ende news 1.11.2009