Dramatischer Wettereinbruch
… Zugvögeln muß geholfen werden …
Meteorologen mögen dieses Wetter vielleicht für nicht ungewöhnlich halten, aber
inzwischen sind – vermutlich auch bedingt durch die vorherigen warmen Tage – schon etliche Zugvögel auch bei uns in Deutschland bereits eingetroffen! Sogar ein erster Storch wurde in Brandenburg gesichtet, obwohl die Störche normalerweise erst Ende April aus ihrem Winterquartier zurück kommen!
Ich nehme an, dass sich die Storchenfreunde dort um den zu früh eingetroffenen Storch kümmern werden!
Mir geht es hier aber um all die anderen Singvögel, egal ob Stand~ oder Zugvogel!
Mit dem erneuten Wintereinbruch – Schnee bis in tiefe Lagen – dessen Ende noch nicht absehbar ist, geraten die Singvögel in arge Bedrängnis! Zum Einen sind sie bereits damit beschäftigt, Nester für die erste Brut des Jahres zu bauen, zum Anderen finden sie natürlich auf den zugeschneiten Wiesen usw. kein Futter und auch Insekten sind noch selten zu erhaschen!!!
So ist es gerade in dieser Übergangszeit vom Winter in´s Frühjahr ganz besonders wichtig, die Wildvogel – Fütterung noch nicht einzustellen!
Gerade jetzt, wo die Vögel durch den Nestbau auch Zeit verlieren, nach Futter zu suchen, ist es enorm wichtig, unsere gefiederten Freunde noch weiterhin mit Futterspenden am Leben zu erhalten!!!
Später dann – wenn es wärmer wird, genügend Insekten herumfliegen und die ersten Pflanzen sprießen, dann kann man die Fütterung – wenn man will – wieder einstellen, um im Herbst neu damit zu beginnen.
Hat man Früher mit Beginn des Frühlings die Fütterung der Wildvögel eingestellt, was auch heute noch in Büchern oder von (einigen) Vogelexperten gefordert wird, so geht doch allgemein der Trend – Fütterung – auch bei den Experten dahin, dass auch von Denen - je nach Lage und Bedarf – eine Wildvogelfütterung auch über das ganze Jahr hinweg nicht mehr abgelehnt wird!
Natürlich ist es unnötig, Vögel dort zu Füttern, wo sie über ein genügend großes Futterangebot der Natur verfügen!
Das ist aber nicht überall der Fall und gerade in Städten – wo sogar schon die Spatzenpopulation immer geringer wird – ist es auch nicht verkehrt, wenn man den Vögeln zusätzlich zur natürlichen Nahrung (Insekten) auch weiterhin in gewissen Mengen Körnerfutter anbietet. Natürlich nur dort, wo auch wirklich Körnerfresser vorhanden sind!!! Also hauptsächlich Spatzen und sämtliche Finkenarten, bedingt auch Meisen und Amseln. Wobei, was ich in vielen Jahren beobachtet habe, gerade in dieser Frühjahrszeit, die Meisen noch sehr gerne an den Futterknödel kommen!
Auch Elstern und sonstige Rabenvögel sind bei den jetzigen Wetterbedingungen sehr froh, wenn sie an einem sauberen, trockenen Platz z.B. auf einer Balkonbrüstung – etwas zum Fressen finden!
Wir haben vor einigen Jahren einen – beim ersten Flugversuch – abgestürzten jungen Raben eine Zeitlang bei uns in der Wohnung versorgt (in einer Voliere im gleichen Zimmer, in der auch unsere anderen Vögel – Wellensittiche, Nympfensittiche, Prachtfinken usw. gehalten wurden – aber natürlich Alles getrennt von einander).
Bevor wir ihn dann damals wieder ausgewildert haben – nachdem er richtig fliegen konnte - haben wir ihn auf den Balkon gestellt, wo wir Futter für andere Raben ausgelegt hatten, die auch trotz der Voliere mit dem Artgenossen gekommen sind..
FREDDY – wie ich ihn damals getauft habe, kommt auch heute noch – inzwischen mit seiner Familie (Frau und zwei Junge) zu uns, um sich die Lecherbissen zu holen. Wobei sowohl Freddy, als auch die beiden Jungen, sich ohne Scheu auf die Balkonbrüstung setzen! Sein Weible allerdings traut sich nicht so ganz – sie landet nur ganz kurz, schnappt sich einen Brocken und ist dann wieder weg – fliegt in einen Baum oder auf ein Dach, wo sie dann in Ruhe Ihre ’Beute’ verzehrt!
Inzwischen sind außer Freddy und Familie noch einige andere Raben auf diesen ‚Futterplatz’ aufmerksam geworden und auch ein Elsterpärchen und ein Amselpärchen haben entdeckt, dass es da etwas zum Holen gibt!