Im
Zeitraum von Juli bis September 2008 haben wir in Aldersbach, Tittling und im
Rottal insgesamt 3 Pferde, 4 Hunde 36 Wollschweine, weit über 20 Katzen, mehrere
Vögel und etliches an Ziegen und Schafen aus extrem „unmenschlichen" Bedingungen
befreit.
Mit Hilfe der Polizei haben unsere Mitarbeiter die Tiere von drei Höfen in
unsere Tierheime gebracht. Die Tiere waren so gut wie alle stark unterernährt
und wurden in Verschlägen gehalten, die kaum größer waren als sie selbst.
Schweine, Ziegen und Schafe waren in Außenbereichen ohne Unterstand Regen und
Hitze schutzlos ausgeliefert. Vor allem der hygienische Zustand war
erschreckend. Tote Tiere ließ man liegen wo sie umgefallen waren.
Trotz des Einsatzes mehrerer Ärzte konnten nicht alle Tiere gerettet werden,
sondern mussten auf der Stelle eingeschläfert werden.
Unsere Pfleger in den Tierheimen kümmern sich liebevoll und engagiert um die
unterernährten und kranken Tiere und dennoch kann nicht gewährleistet werden das
alle wieder gesund werden.
Auf diese Missstände hat uns jeweils der Zuständige Amtstierarzt aufmerksam
gemacht, mit dem wir in engen Kontakt stehen. Die Besitzer zeigten sich zumeist
(nur eine Ausnahme) uneinsichtig und unkooperativ, teilweise hat der
Schlüsseldienst unter polizeilicher Aufsicht die Türen öffnen müssen, um die
kranken und verwahrlosten Tiere zu retten.
Des weiteren wurden Anfang des Jahres 13 Hunde, 9 Schafe, 7 Katzen, 5 Schweine,
6 Enten, 4 Gänse, 3 Lamas, 3 Ziegen, 4 Hühner 2 Schildkröten, 2 Hasen und eine
Truthenne aus ähnlich erbärmlichen Verhältnissen von der mobilen Tierrettung mit
Hilfe der Polizei befreit.
Auch hier rief uns der Amtstierarzt an und bat um Hilfe.
Da der Besitzer, welcher bereits ein Tierhalteverbot auferlegt bekommen hatte,
nicht anwesend war öffnete die Polizei mit Hilfe eines Schlüsseldienstes die
Türen. Der Anblick war wirklich unfassbar. Überall stank es nach Kot und Urin,
es war dunkel und unfassbar dreckig, die Tiere abgemagert und von Parasiten
befallen. Den meisten geht es inzwischen schon wieder sehr gut und wurden
teilweise bereits vermittelt. Der jedoch wohl größte Coup gelang im März auf der
Autobahn Passau, als 12 Welpen im Alter von 3 – 5 Wochen die in kleinen Kartons
transportiert wurden, beschlagnahmt wurden. Der Zoll wurde auf den bulgarischen
PKW aufmerksam und lotste ihn auf einen Parkplatz, wo die kleinen eingepfercht
voller Kot und Urin, hungrig und ausgemergelt aus den kleinen Kartons befreit
wurden. Sie wurden von einer Pflegerin aufgenommen, da sie selbst für das
Tierheim noch zu klein waren. Teilweise unfähig auf eigenen Beinen zu stehen,
oder selbst zu essen, verwurmt und krank wurden die Keinen sorgsam aufgepeppelt
und haben inzwischen alle ein neues Zuhause gefunden.